UnternehmerKompositionen berät Sie bei der Governance-Gestaltung Ihrer Familienstiftung in Liechtenstein und Deutschland.
Diese Frage ist für Unternehmer zentral und sie wird in der Praxis häufig falsch beantwortet.
Viele glauben, es gäbe nur zwei Modelle:
Diese Gegenüberstellung ist zu grob. Liechtenstein bietet eine große Bandbreite. Genau darin liegt die Chance, aber auch die Verantwortung.
1) Stiftungsrechtliche Ebene (Liechtenstein)
Liechtenstein ermöglicht es, Stifterrechte sehr differenziert zu modellieren:
Hier gilt:
Der Stifterwille bleibt Grundlage. Er wird nicht „abgeschafft“, sondern institutionalisiert.
2) Steuerliche Ebene (Deutschland)
Deutschland fragt nicht nach dem ästhetischen Bild einer Ordnung,
sondern nach der Zurechnung:
Wenn Rechte so ausgestaltet sind, dass die Stiftungsebene rechtlich steuerbar wird,
wird aus dem Dach der Struktur eine Konstruktion mit Sollbruchstelle.
In einer stabilen Eigentümerarchitektur sind häufig möglich:
Das ist die Übersetzung von Verantwortung in Struktur.
Transparenz entsteht typischerweise dort, wo der Stifter (oder Begünstigte) Verfügungen rechtlich erzwingen oder das Vermögen rechtlich rückbinden kann.
Dazu gehören in der Regel Konstellationen wie:
Nach liechtensteinischem Stiftungsrecht kann ein Stifter grundsätzlich auch Organfunktionen übernehmen. Das ist stiftungsrechtlich nicht ungewöhnlich.
Die deutsche steuerliche Perspektive kann – je nach Ziel der Abschirmwirkung – jedoch andere Anforderungen stellen. Hier geht es um Wirkungslogik:
Bestimmte Rollen passen zu einer steuerlich abschirmorientierten Architektur, andere führen zu bewusster Transparenz.
Auch Transparenz kann in einzelnen Nachfolgekonstellationen sinnvoll sein –
aber sie muss dann gewollt und konsequent gestaltet sein, nicht zufällig.
Die zentrale Frage lautet nicht: „Wie viel Kontrolle darf ich behalten?“
Sondern:
„Welche Ordnung will ich – und welche steuerliche Wirkung ist damit vereinbar?“
Liechtenstein bietet die Bandbreite, diese Ordnung präzise zu bauen. Die Stabilität entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch saubere Rollenlogik: Kontrolle ohne Zugriff, Institution statt Person, Dach statt Improvisation.
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