Wie kann ein bestehendes Aktiendepot auf eine Familienstiftung in Liechtenstein übertragen werden?

Rechtsanwalt und Steuerberater Thorsten Klinkner berät Sie bei der Gründung Ihrer Familienstiftung in Deutschland und Liechtenstein.

Vermögensinhaber, die ihr Kapital strukturiert und generationenübergreifend führen wollen,

stehen oft vor der Frage, wie ein bestehendes Aktiendepot auf eine liechtensteinische Familienstiftung übertragen werden kann.

Der Schritt ist nachvollziehbar – er dient nicht der kurzfristigen Steueroptimierung, sondern der bewussten Ordnung von Vermögen in einer eigenständigen Struktur.

 

Die Übertragung eines bestehenden Depots ist kein technischer Depotwechsel, sondern ein rechtlich und steuerlich relevanter Vermögensübergang.

Nach deutschem Steuerrecht gilt die Zuwendung an eine liechtensteinische Familienstiftung als Schenkung an eine ausländische Stiftung (§ 7 Abs. 1 Nr. 8 ErbStG).

 

Sie löst Schenkungssteuer aus, bemessen am Verkehrswert des übertragenen Vermögens zum Zeitpunkt der Widmung.

Die Stiftung gilt dabei als selbständige Erwerberin, auch wenn der Stifter weiterhin leitend Einfluss nimmt.

Einkommensteuerlich ist der Vorgang neutral, aber schenkungsteuerlich eindeutig steuerbar.

 

Diese Schenkungssteuer ist kein Nebenaspekt, sondern der strukturelle Kern des Vorgangs. Sie dokumentiert den bewussten Entschluss, Eigentum zu institutionalisieren – das Kapital verlässt die private Sphäre und tritt in eine rechtliche Ordnung ein.

Damit wird aus privatem Besitz gebundenes Vermögen, geführt durch die Satzung, nicht durch tagesaktuelle Stimmungen. Gerade in dieser bewussten Übergabe liegt die Grundlage für dauerhafte Vermögenssicherung, generationenübergreifende Planbarkeit und steuerliche Klarheit.

 

Die Übertragung eines Aktiendepots auf eine Familienstiftung in Liechtenstein ist somit kein Mittel zur Steuervermeidung, sondern Ausdruck einer Haltung: die Bereitschaft, Vermögen in eine eigenständige Ordnung zu überführen –im Sinne einer souveränen Kontinuität. So wird aus Besitz eine Ordnung – und aus Kapital Kontinuität.


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Thorsten Klinkner

Thorsten Klinkner arbeitet auf der Eigentümerebene. Dort, wo Entscheidungen nicht mehr korrigierbar sind, sondern dauerhaft wirken.

Er sichert unternehmerische Lebenswerke in 2 Jahren durch eine tragfähige Eigentümerarchitektur.