StiftungsTipP des Tages

Sollte man der Stiftung besser ein zinsloses oder ein verzinstes Darlehen gewähren?

Antwort:

Bei der Vergabe zinsloser Darlehen ist unter anderem zu beachten, dass unverzinsliche Forderungen und Schulden mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr nach dem Bewertungsgesetz (BewG) so behandelt werden, als läge ein mit 5,5 % verzinstes Darlehen vor. 

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Gelten die Regelungen der verdeckten Gewinnausschüttung auch für Stiftungen?

Antwort:

Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft kennen das Problem: bei einer Betriebsprüfung oder sogar schon bei der Kontrolle der Körperschaftsteuererklärung werden der Gesellschaft Betriebsausgaben nicht anerkannt.

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Wie werden die Gründungskosten der Stiftung steuerlich berücksichtigt?

Antwort:

Zunächst ist danach zu unterscheiden, ob der Stiftung das Vermögen geschenkt oder verkauft wird.    

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Erbschaft- und Schenkungsteuer: Was ist ein „Verwaltungsvermögenstest“?

Antwort:

Wird zum Beispiel eine 100%ige Beteiligung an einer im produzierenden Gewerbe tätigen GmbH schenkweise an eine Familienstiftung übertragen, ist zunächst der steuerliche Unternehmenswert der GmbH zu ermitteln.    

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Wie werden Anteile einer Personengesellschaft, die an eine Stiftung übertragen werden, steuerlich bewertet?

Antwort:

Die Vorgehensweise hängt zunächst davon ab, ob es sich um eine Mitunternehmerschaft oder eine vermögensverwaltende Personengesellschaft handelt.    

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Was ist das „Verwaltungsvermögen“, das bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer schädlich sein kann?

Antwort:

In der Annahme, dass bestimmte Teile des Betriebsvermögens nur der verzinslichen Anlage von Kapital und nicht der Bereitstellung von Arbeitsplätzen dienen, unterscheidet der Gesetzgeber zwischen Verwaltungsvermögen und produktivem Betriebsvermögen.    

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Welches Vermögen kann bei einer Übertragung an eine Familienstiftung von der Steuer verschont werden?

Antwort:

Folgende Vermögenswerte, die an eine Familienstiftung verschenkt oder vererbt werden, kommen für eine Freistellung von der Erbschaft- und Schenkungsteuer in Frage:    

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Wie werden Anteile einer Kapitalgesellschaft, die an eine Stiftung übertragen werden, steuerlich bewertet?

Antwort:

Wenn der Stifter Kapitalgesellschaftsanteile an eine Stiftung verschenkt oder vererbt, erfolgt die Bewertung in Höhe des Verkehrswerts. Aktien einer börsennotierten Kapitalgesellschaft werden zum niedrigsten Börsenkurs am Stichtag bewertet. Liegt am Bewertungsstichtag kein Wert vor, ist der letzte innerhalb von 30 Tagen vor dem Stichtag notierte Kurs entscheidend.    

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Was ist bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer mit dem „Stichtag“ der Steuerentstehung gemeint?

Antwort:

Schenkt oder vererbt der Stifter sein Vermögen an eine Stiftung, unterliegt diese Übertragung dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Nun stellen sich die Fragen, wann genau die Steuer entsteht, welchen Wert das übertragene Vermögen hat, ob dieser Wert von der Steuer freigestellt werden kann und welche Steuerklasse der Steuerberechnung zugrunde gelegt wird. 

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Welche Risiken drohen bei der Vermögensübertragung an eine gemeinnützige Stiftung?

Antwort:

Werden Gesellschaftsanteile einer gewerblich geprägten Personengesellschaft an eine gemeinnützige Stiftung übertragen, ist zu beachten, dass die stillen Reserven im Betriebsvermögen aufzudecken und zu versteuern sind. Regelmäßig ist diese Problematik bei GmbH & Co. KGs anzutreffen, deren einziger Geschäftsgegenstand in der Vermietung von Immobilien besteht.    

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Vermögensübertragung an eine Familienstiftung: Was ist eine „Kettenschenkung“?

Antwort:

Überträgt der Stifter Teile seines Vermögens unentgeltlich an eine Familienstiftung und hat er sich zu dieser Übertragung im Stiftungsgeschäft verpflichtet, kann von der steuerlichen Bemessungsgrundlage ein persönlicher Freibetrag abgezogen werden.    

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Welche Steuervorteile bringt eine Spende an eine gemeinnützige Stiftung mit sich?

Antwort:

Spenden an Stiftungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke können von natürlichen Personen als Sonderausgaben abgezogen werden.    

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Kann eine Stiftung erben?

Antwort:

Auch Stiftungen können als Erben eingesetzt werden. Wird hierbei Vermögen an eine neu zu errichtende Stiftung übertragen, handelt es sich um ein sogenanntes Stiftungsgeschäft von Todes wegen.    

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Was versteht man unter einer „Unternehmensträger-Stiftung“ und einer „Beteiligungsträger-Stiftung“?

Antwort:

Anders als bei den Begriffen Familienstiftung oder gemeinnützige Stiftung handelt es sich bei der Unternehmensträger-Stiftung und der Beteiligungsträger-Stiftung um reine Literaturbegriffe.    

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Was ist eine „Stiftungs-GmbH“?

Antwort:

Bei dem Begriff Stiftungs-GmbH handelt es sich um einen reinen Literaturbegriff und weder um eine besondere Rechtsform, noch eine Ausprägungsform einer Stiftung.    

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Was ist ein „Trust“?

Antwort:

Sogenannte Trusts findet man vorwiegend im angelsächsischen Raum. Das deutsche Recht enthält keine Regelungen zur Rechtsform des Trusts.  Anders als deutsche rechtsfähige Stiftungen sind Trusts keine juristischen Personen.  

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Eignet sich eine Stiftung auch als Rechtsform für operative Unternehmen oder nur als Holding?

Antwort:

Operative Unternehmen sollten nicht in der Rechtsform einer Stiftung geführt werden. Andernfalls wird das gesamte Stiftungsvermögen den operativen Risiken des Unternehmens ausgesetzt.    

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Was ist eine Stiftung & Co. KG?

Antwort:

Eine Stiftung & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft, bei der im Gegensatz zu einer GmbH & Co. KG nicht eine GmbH, sondern eine Stiftung als Komplementärin (persönlich haftende Gesellschafterin) fungiert.    

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Kann eine Stiftung klagen und verklagt werden?

Antwort:

Sobald eine Stiftung von der zuständigen Behörde als rechtsfähig anerkannt ist, ist sie nach der Zivilprozessordnung parteifähig und kann klagen bzw. verklagt werden. Während des Prozesses wird sie durch den Stiftungsvorstand gerichtlich vertreten. 

Kann man eine Stiftung in eine andere Rechtsform umwandeln?

Antwort:

Die meisten Regelungen des Umwandlungsgesetzes (UmwG), das eine zivilrechtlich vereinfachte Überführung eines Rechtsträgers in eine Rechtsform ermöglichen soll, sind auf Stiftungen nicht anwendbar. 

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Kann auch eine gemeinnützige Stiftung Erträge an die Familie des Stifters ausschütten?

Antwort:

Gemeinnützige Stiftungen dürfen nach dem Wortlaut der Abgabenordnung einen Teil, jedoch höchstens ein Drittel ihres Einkommens dazu verwendet, um in angemessener Weise den Stifter und seine nächsten Angehörigen zu unterhalten, ihre Gräber zu pflegen und ihr Andenken zu ehren.    

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Was ist eine „Doppelstiftung“?

Antwort:

Bei einer Doppelstiftung handelt es sich um eine Rechtsstruktur, die typischerweise aus zwei Stiftungen und einer Kapital- oder Personengesellschaft besteht. Die Stiftungen fungieren als Holding, die Personen- oder Kapitalgesellschaft als operative Gesellschaft. 

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Müssen die Begünstigten einer Familienstiftung jedes Jahr Zuwendungen ausgezahlt bekommen?

Antwort:

Im Gegensatz zu einer gemeinnützigen Stiftung gilt für Familienstiftungen kein Gebot der zeitnahen Mittelverwendung. 

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Welche Zwecke einer Stiftung sind zulässig?

Antwort:

Grundsätzlich kann der Stifter jeden beliebigen Zweck der Stiftung festlegen, sofern das Gemeinwohl nicht gefährdet wird. Diese Stifterfreiheit ist grundrechtlich geschützt. Übliche Zwecke sind die Förderung eines gemeinnützigen Zwecks durch eine gemeinnützige Stiftung oder die Förderung einer Familie durch eine Familienstiftung. Eine Familienstiftung ist rein privatnützig. 

Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gelten für eine Stiftung?

Antwort:

Rechtsfähige Stiftungen unterliegen den Regelungen des bürgerlichen Gesetzbuchs (§§ 80 bis 88 BGB) und dem Stiftungsgesetz des Bundeslandes, in dem sich der Sitz laut Stiftungssatzung befindet.

Welche Möglichkeiten gibt es, um ein Stiftungsgeschäft von Todes wegen zu verfassen?

Antwort:

Ein Stiftungsgeschäft von Todes wegen kann einerseits innerhalb des Testaments geregelt werden. Alternativ kann ein separater Erbvertrag verfasst werden.

Wer kann eine Stiftung errichten?

Antwort:

Eine Stiftung kann von jeder unbeschränkt geschäftsfähigen natürlichen Person errichtet werden. Alternativ können auch juristische Personen, wie zum Beispiel eine andere Stiftung oder eine Kapitalgesellschaft, eine Stiftung errichten. 

Kann eine Familienstiftung die Erbersatzsteuer durch Investitionen in ausländisches Vermögen vermeiden?

Antwort:

Eine Familienstiftung mit Geschäftsleitung und/oder Sitz in Deutschland unterliegt im Turnus von 30 Jahren der Erbersatzsteuer. 

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Unterliegen alle Stiftungen der Erbersatzsteuer/Ersatzerbschaftsteuer?

Antwort:

Im Turnus von 30 Jahren unterliegt das Vermögen jeder Familienstiftung in Deutschland der Erbersatzsteuer, sofern sich ihre Geschäftsleitung und/oder ihr Sitz im Inland befinden.    

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Was sind die Vor- und Nachteile der Erbersatzsteuer?

Antwort:

Die Erbersatzsteuer, die alle 30 Jahre auf das Vermögen einer Familienstiftung erhoben wird, ist nicht zwangsläufig als Nachteil zu sehen. 

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Wie berechnet sich die Erbersatzsteuer?

Antwort:

Der Wert des nicht begünstigten Vermögens wird in zwei Hälften geteilt (z.B. EUR 1.000.000 : 2 = EUR 500.000). Von jeder Hälfte wird dann ein Freibetrag von EUR 400.000 abgezogen (EUR 500.000 – EUR 400.000 = EUR 100.000 und EUR 500.000 – EUR 400.000 = EUR 100.000). 

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Was ist die Erbersatzsteuer/Ersatzerbschaftsteuer?

Antwort:

Da eine Familienstiftung im Gegensatz zu natürlichen Personen nicht sterben und ihr Vermögen weitervererben kann, wäre es ohne Sonderregelung für immer der Erbschaftsteuer entzogen. 

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Gibt es steuerliche Risiken im Zusammenhang mit den Sphären einer gemeinnützigen Stiftung?

Antwort:

Bei der Abgrenzung der Sphären einer gemeinnützigen Stiftung sind folgende steuerliche Fallstricke zu beachten:    

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Was sind die „Sphären“ einer gemeinnützigen Stiftung?

Antwort:

Folgende Sphären einer gemeinnützigen Stiftung sind voneinander abzugrenzen:    

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Was ist die „Geschäftsleitung“ und was ist der „Sitz“ einer Stiftung?

Antwort:

Bei der „Geschäftsleitung“ handelt es sich um einen rein steuerlichen Begriff. Die Geschäftsleitung befindet sich an dem Ort, von dem aus die Geschäfte der Stiftung tatsächlich geführt werden.    

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Welchen Namen kann man einer Stiftung geben?

Antwort:

Die Namensgebung unterliegt nach den Regelungen des BGB und der Landesstiftungsgesetze keinen gesetzlichen Einschränkungen, wie sie zum Beispiel das Handelsgesetzbuch für die Firma von Kaufleuten vorsieht. 

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Kann eine Stiftung Kredite aufnehmen und vergeben?

Antwort:

Ja, Stiftungen können Kredite aufnehmen und vergeben. Eine Kreditaufnahme kann beispielsweise erforderlich sein, um einen Immobilienerwerb mit der Stiftung zu finanzieren. 

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Was ist eine Vermögensumschichtung?

Antwort:

Als eine Umschichtung des Vermögens bezeichnet man Veränderungen in der Zusammensetzung des Grundstocks. Letztlich ist eine Umschichtung folglich eine Änderung der Anlageform. Derartige Änderungen können erforderlich sein, um vereinzelte Vermögensanlagen, die im Lauf der Zeit ertragsschwach geworden sind, gegen ertragreiche Vermögensanlagen „einzutauschen“. Ein weiteres Motiv für eine solche Vermögensumschichtung kann eine Verminderung des Anlagerisikos sein, wenn beispielsweise die Familienstiftung ein Aktiendepot veräußert, um eine Immobilie zu erwerben und zu vermieten.    

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Wie werden die Zuwendungen einer Familienstiftung an die Begünstigten besteuert?

Antwort:

Die Besteuerung der Zuwendungen einer Familienstiftung an ihre Begünstigten ist weitgehend vergleichbar mit der Besteuerung von Gewinnausschüttungen einer Kapitalgesellschaft an ihre Gesellschafter.

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Wie werden die Beteiligungserträge besteuert, wenn eine Familienstiftung Gesellschafterin einer gewerblichen Personengesellschaft ist?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung Mitunternehmerin einer gewerblichen Personengesellschaft, unterliegt sie mit ihrem Gewinnanteil der Körperschaftsteuer. Der Steuersatz beträgt 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag.    

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Wie werden die Erträge besteuert, wenn eine Familienstiftung Immobilien vermietet?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung selbst Eigentümerin einer Immobilie (also nicht Gesellschafterin einer grundbesitzenden Personengesellschaft), erzielt sie durch die Vermietung Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. 

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Wie werden Beteiligungserträge besteuert, wenn eine Familienstiftung an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung zu mindestens 10% unmittelbar an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, werden die Beteiligungserträge nur zu 5% in das zu versteuernde Einkommen der Familienstiftung einbezogen.    

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Welchen Steuerarten unterliegt eine Familienstiftung?

Antwort:

Körperschaftsteuer: Jede Familienstiftung unterliegt, wie zum Beispiel auch eine GmbH oder eine AG, der Körperschaftsteuer.    

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Drohen Risiken, wenn die Stiftungsverfassung geändert wird und weitere Familienmitglieder nachträglich als Begünstigte festgelegt werden?

Antwort:

Die Finanzverwaltung wertet die Änderung des Stiftungscharakters einer Familienstiftung dahingehend, dass die Familienstiftung aufgelöst und anschließend eine neue Stiftung errichtet wird.    

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Kostet die Errichtung einer Stiftung Gebühren?

Antwort:

Hinsichtlich der anfallenden Gebühren ist zu unterscheiden zwischen der Anerkennung der Stiftung durch die zuständige Landesbehörde und die anschließend durchzuführende Vermögensübertragung an die Stiftung.    

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Gibt es einen Richtwert für die durchschnittlichen Verwaltungskosten einer Stiftung?

Antwort:

Wie bei jeder anderen Rechtsform hängt die Höhe der Verwaltungskosten einer Stiftung von der Art und Komplexität ihres Vermögens, ihrer Personalausstattung und anderen einzelfallabhängigen Faktoren ab.

Somit besteht diesbezüglich kein repräsentativer Durchschnittswert.

Kann man Vermögen vor einer Insolvenz schützen, indem man es an eine Stiftung überträgt?

Antwort:

Hier ist zu unterscheiden zwischen einer Privatinsolvenz des Stifters und einer Insolvenz der Stiftung.

Ein Insolvenzverfahren kann über das Vermögen jeder natürlichen und juristischen Person eröffnet werden, also auch über das Vermögen einer Stiftung (§ 11 Absatz 1 Satz 1 InsO). Eine Durchgriffshaftung, nach der auch der Stifter und/oder die Begünstigten für die Verbindlichkeiten der Stiftung in Anspruch genommen werden können, kommt nicht in Betracht.

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Wie kann und wird die Kontrolle und Aufsicht durch die Stiftungsaufsicht ausgeübt?

Antwort:

Inhaltlich umfasst die Stiftungsaufsicht die Anerkennung der Stiftung, die allgemeine Aufsicht über die Stiftungs-verwaltung, die Mitwirkung bei bestimmten Rechts-geschäften und Satzungsänderungen, die Wirtschafts- und Finanzaufsicht und die Rechnungskontrolle.

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Begriffe: Was sind die „Stiftungsverfassung“, die „Stiftungssatzung“ und das „Stiftungsgeschäft“?

Antwort:

Die gesamte Stiftungsverfassung besteht aus dem Stiftungsgeschäft und der Stiftungssatzung.    

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Wie verläuft die Anerkennung einer Stiftung?

Antwort:

Damit eine gemeinnützige Stiftung oder eine Familienstiftung als rechtsfähige Stiftung anerkannt wird, bedarf es der behördlichen Mitwirkung. In welchem Umfang ein behördliches Verfahren erforderlich ist, richtet sich nach der Art der Stiftung:    

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Was unterscheidet eine Stiftung von einer Gesellschaft (OHG, KG, GmbH, AG etc.)?

Antwort:

Der durch den Stifter in der ursprünglichen Stiftungsverfassung geäußerte Wille wirkt über die Phase der Stiftungserrichtung fort. Weiterhin ist der Stifter in nahezu jedweder Hinsicht frei bei der Ausgestaltung der Stiftungsverfassung. Einschränkende Regelungen, wie sie hingegen die entsprechenden Gesetze – beispielsweise das BGB, GmbHG oder AktG – für die verschiedenen Gesellschaftsformen vorsehen, existieren für Stiftungen nahezu nicht.    

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Wer kann Begünstigter einer Stiftung sein?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch (§§ 80 bis 88 BGB) und die Landesstiftungsgesetze enthalten keine Einschränkungen, nach denen es bestimmten Rechtsträgern nicht möglich sein kann, Begünstigter einer Stiftung zu sein. Neben natürlichen können damit auch juristische Personen Begünstigte einer Stiftung sein. Soll eine Stiftung als Familienstiftung anerkannt werden, sind nach den Landesstiftungsgesetzen folgende Vorgaben zu erfüllen: 

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Wer errichtet eine Stiftung und welchen Einfluss hat diese Person?

Antwort:

Errichtet wird eine Stiftung von dem sogenannten Stifter. Der Stifter verpflichtet sich in der Stiftungsverfassung zur unentgeltlichen Übertragung bestimmter Vermögenswerte und gibt einen zu verwirklichenden Stiftungszweck vor. Als Stifter kommen neben natürlichen auch juristische Personen in Betracht. Auch Vereine und Unternehmen können folglich Stiftungen privaten Rechts errichten. 

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Was ist eine Zustiftung?

Antwort:

Zustiftungen sind unentgeltliche Vermögensüber-tragungen an eine Stiftung, zu deren Übertragung sich der Stifter im Stiftungsgeschäft nicht verpflichtet hat.  

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Wie viel Vermögen braucht man, um eine Stiftung zu errichten?

Antwort:

Für Stiftungen gibt es keine gesetzlichen Regelungen über eine Mindestvermögensausstattung, die mit den Vorschriften die Mindestkapitalausstattung einer GmbH oder einer AG vergleichbar wären.

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Kann man die Stiftungssatzung noch ändern?

Antwort:

Der Stifter bestimmt die Möglichkeiten der Änderung der Stiftungssatzung in der ersten Satzung. Die erste Satzung enthält die Spielregeln für die Zukunft.

 

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Zu welchem Zeitpunkt sollte man am besten eine Stiftung errichten?

Antwort:

Auch wenn es den "richtigen Zeitpunkt“ zur Errichtung einer Stiftung nicht gibt, zeigt unsere Beratungspraxis regelmäßig, dass ein Stiftungsprojekt in einem frühen oder mittleren Lebensabschnitt die besten Erfolgsaussichten verspricht. Die Stiftung kann dann in einem dynamischen Prozess entwickelt werden.    

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Was ist eine nicht rechtsfähige Stiftung?

Antwort:

Eine nicht rechtsfähige Stiftung, die synonym auch als „unselbstständige“ oder „fiduziarische Stiftung“ bezeichnet wird, bezeichnet die Übertragung von Vermögen an eine juristische oder natürliche Person, die dieses Vermögen dauerhaft zur Verwirklichung des vom Stifter bestimmten Zwecks verwenden soll. Es handelt sich also um keine juristische Person, die selbst Trägerin von Rechten und Pflichten sein kann. Deshalb benötigt jede unselbstständige Stiftung einen Stiftungsträger (= Treuhänder), um handeln zu können.

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Welche Rechnungslegungsvorschriften gelten für eine Stiftung?

Antwort:

Die Frage kann auch gerne erweitert werden: Wie sieht es aus mit Buchführung, Jahresabschluss und Steuerbilanz?

 

Eine rechtsfähige Stiftung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches erfüllt nicht kraft ihrer Rechtsform die Kaufmannseigenschaft des § 6 HGB. Sie kann lediglich die Kaufmannseigenschaft erfüllen, wenn die selbst ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 HGB).

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Welche Organe hat eine Familienstiftung?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt lediglich die Einrichtung eines Vorstands als Führungsgremium verbindlich vor. Bei Familienstiftungen kommen typischerweise der Stifter selbst und ausgewählte Familienmitglieder für eine Vorstandstätigkeit in Frage. Ergänzend können vertraute Dritte aufgenommen werden. 

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Welches Vermögen kann bzw. sollte an eine Stiftung übertragen werden?

Antwort:

Eine Stiftung muss (zumindest auch) stets mit Ertragsquellen ausgestattet werden, da der Stiftungszweck aus diesen laufenden Erträgen zu finanzieren ist.

 

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Was ist eine Verbrauchsstiftung?

Antwort:

Eine Stiftung besteht grundsätzlich so lange fort, bis ihr Zweck entweder erfüllt ist oder nicht mehr erfüllt werden kann.

 

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Unternehmerkompositionen: Sind Stiftungen immer gemeinnützig?

Antwort:

In Abhängigkeit von dem verfolgten Stiftungszweck ist zwischen privatnützigen Stiftungen und gemeinnützigen Stiftungen zu unterscheiden:  

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Unternehmerkompositionen: Was ist eine Stiftung?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch und die Stiftungsgesetze der Länder enthalten keine gesetzliche Definition des Begriffs „Stiftung“.

 

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