StiftungsTipP des Tages

Welche „Rechtsform“ verbirgt sich hinter der Treuhandstiftung?

Antwort: 

Die Treuhandstiftung ist keine eigene Rechtsform. Sie ist keine eigenständige juristische Person. Vielmehr handelt es sich um ein zivilrechtliches Vertragsverhältnis zwischen Stifter und Stiftungsträger (oder Treuhänder). Der Stifter überträgt dem Stiftungsträger das Eigentum an dem ausgewählten Stiftungsvermögen unter der Auflage, dieses Vermögen entsprechend der von ihm gesetzten Satzung zu verwalten (zivilrechtlich = Schenkung unter Auflage). Alternativ kann das Verhältnis zwischen Stifter und Stiftungsträger auch als Treuhandvertrag mit Kündigungs- und Widerrufsrechten ausgestaltet werden.

0 Kommentare

Fallen für gemeinnützige Stiftungen Gerichtsgebühren in einem Erbscheinsverfahren an?

Antwort: 

Nein. Eine nach den Regelungen der Abgabenordnung als gemeinnützig anerkannte Stiftung ist im Erbscheinsverfahren auch dann von der Erhebung von Gerichtsgebühren befreit, wenn sie einen der Regelbesteuerung unterliegenden wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält.

0 Kommentare

Kann man Stiftungsvorstandsmitglieder aus einfachen Sachgründen abberufen?

Antwort: 

Das bürgerliche Gesetzbuch sieht einefreie Widerruflichkeit der Vorstandsbestellung nur für Vereine vor. Die Abberufung eines Vorstandsmitglieds aus anderen als wichtigen Gründen ist damit nur dann möglich, wenn der Stifter entsprechende Regelungen in der Stiftungssatzung festgelegt hat.

0 Kommentare

Wann werden gemeinnützige Zwecke einer ausländischen Stiftung anerkannt?

Antwort: 

Die Anerkennung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der Abgabenordnung (§§ 51 bis 62 AO) gilt für inländische und ausländische Stiftungen. Ist eine ausländische Stiftung zum Beispiel in der Schweiz ansässig und erzielt sie in Deutschland Einkünfte durch die Vermietung von Grundstücken, richtet sich die Anerkennung der Steuerbegünstigung in Deutschland ausschließlich nach nationalem deutschen Recht.

0 Kommentare

Welche Änderungen wurden an dem IDW PS 400 vorgenommen?

Antwort:

In einigen Bundesländern setzen die Landesstiftungsgesetze voraus, dass die Jahresabrechnungen rechtsfähiger Stiftungen von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden. In anderen Ländern kann durch eine freiwillige Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer eine behördliche Prüfung vermieden werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann man Teilbetriebe einer Stiftung ausgliedern?

Antwort: 

Nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) und dem Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) besteht für Stiftungen (wie auch für natürliche Personen und Vereine) die einzige Möglichkeit einer Umwandlung darin, einen oder mehrere Teilbetriebe zum Beispiel auf eine Kapitalgesellschaft auszugliedern.

mehr lesen 0 Kommentare

Sind die steuerlichen Regelungen zur vorweggenommenen Erbfolge auch auf Stiftungen anwendbar?

Antwort: 

Nein. Die steuerlichen Regelungen zur vorweggenommenen Erbfolge sind bei Vermögensübertragungen an juristische Personen, zu denen auch Stiftungen gehören, nicht anwendbar. 

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist mit dem „Zusammenspiel von Stiftungssatzung und Gesellschaftsvertrag“ gemeint?

Antwort: 

Bei unternehmensverbundenen Stiftungen ist zu beachten, dass die Regelungen über die Geschäftsführung, Vertretung oder den Gegenstand des Unternehmens in dem Gesellschaftsvertrag geregelt werden und nicht in der Stiftungssatzung. 

mehr lesen 0 Kommentare

Worin unterscheidet sich ein Gesellschaftsvertrag von einer Stiftungssatzung?

Antwort: 

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Stiftungssatzung und einem Gesellschaftsvertrag besteht darin, dass ein Gesellschaftsvertrag bei Vorliegen der erforderlichen Stimmenmehrheit der Gesellschafter beliebig abgeändert werden kann (auch gegen den Willen des Gründers).

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist mit der „Endgültigkeit“ einer rechtsfähigen Stiftung gemeint?

Antwort: 

Mit der „Endgültigkeit“ einer Stiftung ist gemeint, dass die Regelungen in der „ursprünglichen“ Stiftungssatzung grundsätzlich nicht mehr abgeändert werden können. Gleichwohl hat der Stifter bei der Verfassung der Satzung weitreichende Freiheiten, für eine Abänderbarkeit bestimmter Regelungen vorzusorgen.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine „gemeinnützige Familienstiftung“?

Antwort: 

Jede rechtsfähige Stiftung verwirklicht einen bestimmten Zweck, den der Stifter in der Stiftungssatzung festlegt. Steuerrechtlich kommen (all)gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke für eine Steuerbegünstigung in Frage.

mehr lesen 0 Kommentare

Gibt es einen Kontenrahmen für die Buchführung einer Stiftung?

Antwort:

Für gemeinnützige Stiftungen, Vereine und Kapitalgesellschaften bietet zum Beispiel die DATEV den SKR 49 an. Dieser ist aufgrund der steuerlichen Unterscheidung zwischen ideellem Bereich, Zweckbetrieb, Vermögensverwaltung sowie steuerpflichtigem wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche juristische Personen geeignet.

mehr lesen 0 Kommentare

Gibt es Nachteile bzw. „Grenzen“ einer unternehmensverbundenen Stiftung?

Antwort: 

Da die Stiftung als juristische Person bzw. stabile Gesellschafterin „nur“ die Anteile einer Gesellschaft halten und über eine gegen den Willen des Stifters nicht abänderbare Satzung ein verbindliches Regelwerk für kommende Generationen vorgibt, sind auf Stiftungs- sowie auf Unternehmensebene handelnde Personen erforderlich. Die Stiftung entbindet eine Unternehmerfamilie also nicht von der Herausforderung, regelmäßig geeignete Personen aus dem Kreis der Familie oder von außerhalb an Führungspositionen im Unternehmen und in den Stiftungsorganen heranzuführen.

0 Kommentare

Kann mit einer Stiftung kurzfristig haftungsfreies Vermögen geschaffen werden?

Antwort: 

In Fällen zum Beispiel einer Geschäftsführer-Haftung des Stifters sind folgende Regelungen zu beachten, nach denen die unentgeltliche Übertragung von Vermögen an eine Stiftung rechtlich angefochten werden kann:

mehr lesen 0 Kommentare

Wie kann mit Hilfe einer Stiftung „haftungsfreies“ Vermögen geschaffen werden?

Mit Hilfe einer Stiftung haftungsfreies Vermögen schaffen- Unternehmerkompositionen

Antwort: 

Eine Stiftung hat keine Anteilseigner, Gesellschafter oder Eigentümer. Überträgt die Stifterfamilie Teile ihres Vermögens an die Stiftung, wird die Stiftung neue Eigentümerin des Vermögens, womit es dem Privatvermögen der Familie entzogen ist. In der Stiftungsstruktur ist das Familienvermögen damit vor Zugriffen Dritter geschützt, wie zum Beispiel in Fällen einer Geschäftsführerhaftung. Gleichwohl kann die Stifterfamilie über eine Stellung im Stiftungsvorstand die volle Kontrolle über das Stiftungsvermögen ausüben.

0 Kommentare

Kann der Vorstand einer Stiftung, der selbst Begünstigter ist, einkommensteuerfreie Zuschläge beziehen?

Antwort:

Nein. Wie bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH sind auch bei einem Stiftungsvorstand, der selbst zu dem Kreis der Begünstigten der Stiftung gehört, keine einkommensteuerfreien Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit möglich. 

mehr lesen 0 Kommentare

Kann der Stiftungsvorstand steuerfreie Leistungen für die vorschulische Kinderbetreuung beziehen?

Antwort:

Ja. Wie zum Beispiel auch der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH können auch Mitglieder des Stiftungsvorstands in der Form einkommensteuerfreie Einnahmen beziehen, dass die Stiftung Kosten zur vorschulischen Kinderbetreuung übernimmt.

0 Kommentare

Was haben Stiftungen bei der Zahlung von Lizenzgebühren an ausländische Lizenzgeber zu beachten?

Antwort:

Zahlt eine deutsche Stiftung Lizenzgebühren an einen Lizenzgeber im Ausland, hat sie von den Zahlungen eine Quellensteuer in Höhe von 15% der Einnahmen an das Bundeszentralamt für Steuern abzuführen.

mehr lesen 0 Kommentare

Sind Vorstandsvergütungen als Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten der Stiftung abzugsfähig?

Antwort:

Sofern eine im Vorfeld abgeschlossene schriftliche Vereinbarung vorliegt, die eine Vergütung in fremdüblicher Höhe vorsieht und diese in der vereinbarten Form ausgezahlt wird, sind die Vergütungen der Stiftungsvorstandsmitglieder steuerlich abzugsfähig. Erzielt die Stiftung mehrere Einkunftsarten, sind die Betriebsausgaben/Werbungskosten entsprechend aufzuteilen.

0 Kommentare

Bei welchem Finanzamt ist eine Stiftung anzumelden?

Antwort:

Für jede deutsche Stiftung gibt es ein bestimmtes Finanzamt, das örtlich zuständig ist. Bei diesem örtlich zuständigen Finanzamt ist die Stiftung anzumelden. Darüber hinaus ist bei diesem Finanzamt auch die Körperschaftsteuererklärung der Stiftung abzugeben.

mehr lesen 0 Kommentare

Besteht überhaupt die Verpflichtung, eine Stiftung beim Finanzamt anzumelden?

Antwort: 

Ja. Die Abgabenordnung (AO) sieht in § 137 die Verpflichtung vor, Stiftungen und zum Beispiel auch stiftungsverbundene Aktiengesellschaften oder Kapitalgesellschaften innerhalb eines Monats nach ihrer Gründung beim örtlich zuständigen Finanzamt anzuzeigen.

0 Kommentare

Wie meldet man eine Stiftung beim Finanzamt an?

Antwort: 

Für neu errichtete Stiftungen gibt es einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Einen vergleichbaren Fragebogen gibt es zum Beispiel auch für eine neu gegründete GmbH oder AG.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer mit dem „Stichtag“ der Steuerentstehung gemeint?

Antwort:

Schenkt oder vererbt der Stifter sein Vermögen an eine Stiftung, unterliegt diese Übertragung dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Nun stellt sich die Fragen, wann genau die Steuer entsteht, welchen Wert das übertragene Vermögen hat, ob dieser Wert von der Steuer freigestellt werden kann und welche Steuerklasse der Steuerberechnung zugrunde gelegt wird.

mehr lesen 0 Kommentare

Was versteht man unter einer „Unternehmensträger-Stiftung“ und einer „Beteiligungsträger-Stiftung“?

Antwort:

Anders als bei den Begriffen „Familienstiftung“ oder „gemeinnützige Stiftung“ handelt es sich bei der „Unternehmensträger-Stiftung“ und der „Beteiligungsträger-Stiftung“ um reine Literaturbegriffe. Hierbei werden Stiftungen mit inhaltlichem Bezug zu einem Unternehmen zunächst als „Unternehmensstiftung“ oder „unternehmensverbundene Stiftung“ bezeichnet. Diese werden im zweiten Schritt unterschieden in „Unternehmensträger-Stiftungen“ und „Beteiligungsträger-Stiftungen“.

mehr lesen 0 Kommentare

Was sind die Vor- und Nachteile der Erbersatzsteuer?

Antwort:

Die Erbersatzsteuer, die alle 30 Jahre auf das Vermögen einer Familienstiftung erhoben wird, ist nicht zwangsläufig als Nachteil zu sehen. Die Alternative (ohne Familienstiftung) wäre der „normale“ Erbgang, bei dem die Erbschaftsteuer durch das Versterben eines Menschen ausgelöst wird. Während der Zeitpunkt der Steuerentstehung bei einer Familienstiftung von vornherein feststeht, fällt die Erbschaftsteuer beim Erbfall eines Menschen zu einem nicht planbaren Zeitpunkt an, der obendrein die emotional belastende Situation eines Todesfalls mit sich bringt.

mehr lesen 0 Kommentare

Wie werden die Beteiligungserträge besteuert, wenn eine Familienstiftung Gesellschafterin einer gewerblichen Personengesellschaft ist?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung Mitunternehmerin einer gewerblichen Personengesellschaft, unterliegt sie mit ihrem Gewinnanteil der Körperschaftsteuer. Der Steuersatz beträgt 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag. Außerdem fällt auf Ebene der Personengesellschaft Gewerbesteuer an. Aus dem Gewerbeertrag der Familienstiftung wird der Gewinnanteil gekürzt, um eine doppelte Belastung mit der Gewebesteuer zu vermeiden. Je nach Gewerbesteuer-Hebesatz der Gemeinde beläuft sich die steuerliche Gesamtbelastung auf ca. 30%.

0 Kommentare

Was unterscheidet eine Stiftung von einer Gesellschaft (OHG, KG, GmbH, AG etc.)?

Antwort:

Der durch den Stifter in der ursprünglichen Stiftungsverfassung geäußerte Wille wirkt über die Phase der Stiftungserrichtung fort. Weiterhin ist der Stifter in nahezu jedweder Hinsicht frei bei der Ausgestaltung der Stiftungsverfassung. Einschränkende Regelungen, wie sie hingegen die entsprechenden Gesetze – beispielsweise das BGB, GmbHG oder AktG – für die verschiedenen Gesellschaftsformen vorsehen, existieren für Stiftungen nahezu nicht.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine Zustiftung?

Antwort:

Zustiftungen sind unentgeltliche Vermögensübertragungen an eine Stiftung, zu deren Übertragung sich der Stifter nicht in dem Stiftungsgeschäft verpflichtet hat.

Die Unterscheidung zwischen Vermögensübertragung aufgrund des Stiftungsgeschäfts (=Erstausstattung) und Zustiftung ist steuerlich insbesondere für Familienstiftungen relevant.

mehr lesen 0 Kommentare

Wie kann eine Gesellschaft an eine Familienstiftung übertragen werden, in deren Betriebsvermögen sich fremdvermietete Grundstücke befinden?

Antwort: 

Im Einzelfall kann es aus steuerlichen Gründen Sinn ergeben, das Grundvermögen gesondert an die Familienstiftung zu verkaufen, bevor die Gesellschaftsanteile unentgeltlich an die Familienstiftung „gestiftet“ werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist zu beachten, wenn Unternehmensanteile aus der Stiftung heraus verkauft werden?

Antwort:

Sind bei der Stiftungserrichtung Unternehmensanteile als Betriebsvermögen unter Inanspruchnahme der schenkungsteuerlichen Privilegierung zu 100% steuerfrei übertragen worden (Optionsverschonung), ist auf die siebenjährige Behaltensfrist zu achten. Anteilsveräußerungen innerhalb der nächsten sieben Jahre lösen eine Nachversteuerung aus. Die Nachversteuerung reduziert sich allerdings pro rata (im Jahr 6 nach der Übertragung werden nur noch 2/7 versteuert).

mehr lesen 0 Kommentare

Wie kann eine Stiftung eine Betriebsaufspaltung stabilisieren?

Antwort:

Ein Unternehmer verpachtet seiner GmbH ein von dieser genutztes Betriebsgrundstück (Betriebsaufspaltung). Ändert sich in der Folge etwas an der Gesellschafterstellung des Unternehmers (Auflösung der Betriebsaufspaltung), käme es zu der Besteuerung der stillen Reserven des Grundstücks, weil dieses durch die Verpachtung im Betriebsvermögen liegt. Zudem ist sein Anteil an der GmbH nunmehr betriebsnotwendiges Vermögen.

mehr lesen 0 Kommentare

Gehen die steuerlichen Verlustvorträge einer Kapitalgesellschaft im Zuge der Übertragung an eine Stiftung unter?

Antwort:

Die Aufnahme des sogenannten fortführungsgebundenen Verlustvortrags in das Körperschaftsteuergesetz ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen, dass die noch nicht verrechneten steuerlichen Verlustvorträge einer Kapitalgesellschaft auch im Anschluss an die Übertragung an eine Stiftung erhalten bleiben können.

mehr lesen 0 Kommentare

Können die Einkünfte einer Stiftung wie bei einer Personengesellschaft gewerblich infiziert werden?

Antwort:

Nein, die Regelung der gewerblichen Infizierung gelten ausschließlich für Personengesellschaften. Erzielt eine Personengesellschaft neben gewerblichen Einkünften auch andere Einkünfte, werden auch diese anderen Einkünfte zu Einkünften aus Gewerbebetrieb und unterliegen der Gewerbesteuer. Man spricht in diesem Fall von einer gewerblichen Infizierung der anderen Einkünfte.

mehr lesen 0 Kommentare

Stiftungsverbundene Unternehmen: Was ist eine vermögensverwaltende Gesellschaft?

Antwort:

Im Steuerrecht werden stiftungsverbundene Gesellschaften in erster Linie dann als „vermögensverwaltend“ bezeichnet, wenn sich ihre inhaltliche Betätigung auf die Vermietung und Verpachtung von Immobilien oder das Halten von Unternehmensbeteiligungen beschränkt.

mehr lesen 0 Kommentare

Wie werden Anteile einer Personengesellschaft, die an eine Stiftung übertragen werden, steuerlich bewertet?

Antwort:

Die Vorgehensweise hängt zunächst davon ab, ob es sich um eine Mitunternehmerschaft oder eine vermögensverwaltende Personengesellschaft handelt. Mitunternehmerschaften sind Personengesellschaften, die Einkünfte aus Land und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erzielen. Der Anteil an einer Mitunternehmerschaft besteht aus drei Wertkomponenten: dem Verkehrswert des Anteils am Gesamthandsvermögen, dem Stand des Kapitalkontos und dem Sonderbetriebsvermögen.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine „Doppelstiftung“?

Antwort: 

Bei einer Doppelstiftung handelt es sich um eine Rechtsstruktur, die typischerweise aus zwei Stiftungen und einer Kapital- oder Personengesellschaft besteht. Die Stiftungen fungieren als Holding, die Personen- oder Kapitalgesellschaft als operative Gesellschaft. Üblicherweise wird hierfür jeweils eine gemeinnützige und eine (privatnützige) Familienstiftung eingesetzt. Auf diese Weise kann die Stifterfamilie durch die Familienstiftung versorgt werden, während die gemeinnützige Stiftung ihre Erträge zur Verwirklichung gemeinnütziger Zwecke verwendet. 

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine umsatzsteuerliche Organschaft?

Antwort:

Nach dem Umsatzsteuergesetz liegt eine Organschaft zum Beispiel dann vor, wenn eine Stiftung ein Grundstück an eine GmbH vermietet („wirtschaftliche Eingliederung“), an der sie zu 100% beteiligt ist („finanzielle Eingliederung“) und als deren Geschäftsführer ausschließlich die Mitglieder des Stiftungsvorstands fungieren („organisatorische Eingliederung“). In dieser Konstellation ist die Stiftung Organträger und das stiftungsverbundene Unternehmen eine Organgesellschaft.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine Betriebsaufspaltung?

Antwort:

Eine Betriebsaufspaltung ist eine bestimmte Konstellation aus dem Einkommensteuerrecht, in der ein Besitzunternehmen zumindest eine wesentliche Betriebsgrundlage an eine Kapitalgesellschaft oder eine gewerbliche Personengesellschaft (Betriebsunternehmen) zur Nutzung überlässt (sachliche Verflechtung) und beide Unternehmen von derselben Person oder Personengruppe (personelle Verflechtung) beherrscht werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Begriffe: Was ist ein „Formwechsel“?

Antwort:

Aus unterschiedlichen Gründen kann sich für eine Gesellschaft ein Wechsel der Rechtsform anbieten, weil zum Beispiel ein Börsengang mit einer AG geplant ist oder aber mit einer GmbH stattdessen ein höheres Maß an Kontrolle über die Gesellschaftsanteile erreicht werden soll.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann man ein Einzelunternehmen an eine Stiftung übertragen?

Antwort:

Die Übertragung eines Einzelunternehmens führt dazu, dass die Stiftung Eigentümerin der einzelnen Vermögensgegenstände und Trägerin des Unternehmens wird. Hiervon ist vor allem deshalb abzuraten, weil die operativen Risiken des Einzelunternehmens das gesamte weitere Stiftungsvermögen gefährden, wie zum Beispiel Immobilien und Wertpapiere.

mehr lesen 0 Kommentare

Sind verdeckte Einlagen in das Stiftungsvermögen möglich?

Antwort: 

Nein, eine Stiftung hat keine Gesellschafter, Anteilseigner oder Mitglieder. Aus diesem Grund sind im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften keine verdeckten Einlagen in das Stiftungsvermögen nebst einlagebedingtem Zufluss möglich. Stattdessen liegt in diesen Fällen eine unentgeltliche oder teilentgeltliche Übertragung vor.

mehr lesen 0 Kommentare

Stiftungsverbundene Unternehmen: Was ist eine „Einheitsgesellschaft“?

Antwort: 

Eine Einheitsgesellschaft ist eine GmbH & Co. KG, bei der die KG sämtliche Geschäftsanteile ihrer eigenen Komplementär-GmbH im Gesamthandsvermögen hält.

Die Einheitsgesellschaft bietet zum Beispiel Vorteile, wenn die KG umsatzsteuerrechtlich nicht zum Abzug der Vorsteuer auf die von ihr bezogenen Dienstleistungen berechtigt ist (da sie beispielsweise nur steuerbefreite Vermietungs- und Verpachtungsleistungen erbringt). 

mehr lesen 0 Kommentare

Wann zahlt eine Familienstiftung Gewerbesteuer?

Antwort:

Familienstiftungen zahlen nur dann Gewerbesteuer, wenn sie einen Gewerbebetrieb im Sinne des Einkommensteuergesetzes betreiben. Dies kommt nur selten vor, weil Stiftungen in der Regel als Holding fungieren und nicht selbst ein Unternehmen betreiben. Familienstiftungen unterliegen typischerweise dann der Gewerbesteuer, wenn sie mit Photovoltaikanlagen Strom erzeugen und in das Netz einspeisen oder wenn sie im Rahmen einer Betriebsaufspaltung als Besitzgesellschaft fungieren.

0 Kommentare

Sind bei Darlehensverträgen zwischen einer Stiftung und der Stifterfamilie besondere Punkte zu beachten?

Antwort:

Damit die Stiftungsbehörde und das Finanzamt den Darlehensvertrag anerkennen, ist darauf zu achten, dass er im Vorfeld zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen und wie vereinbart durchgeführt wird. Nach Möglichkeit sollte bei einer Bank ein Vergleichsangebot eingeholt werden, um die Fremdüblichkeit nachweisen zu können.

mehr lesen 0 Kommentare

Darf eine Stiftung auch Vermögen an begünstigte Mitglieder der Stifterfamilie verkaufen?

Antwort:

Ja, sofern ein Verkauf dieser Vermögenswerte nicht in der Stiftungssatzung ausgeschlossen wurde. Damit der Verkauf steuerrechtlich anerkannt wird, muss der Verkaufspreis – wie unter fremden Dritten – in Höhe des Verkehrswerts festgelegt werden. Andernfalls ist die Differenz zwischen Verkehrswert und Verkaufspreis als Zuwendung durch die Stiftung an den Käufer mit 25% Kapitalertragsteuer oder dem niedrigeren persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern.

0 Kommentare

Darf man mehrere Stiftungen errichten?

Antwort:

Ja, die Errichtung mehrerer Stiftungen ist möglich. Gründe zur Errichtung mehrerer Stiftungen sind zum Beispiel die Versorgung der Familie bei gleichzeitiger Verfolgung gemeinnütziger Zwecke durch Errichtung einer Familienstiftung und einer gemeinnützigen Stiftung. Alternativ können zur Minimierung des wirtschaftlichen Risikos und der mehrere Familienstiftungen errichtet werden.

0 Kommentare

Kann eine Stiftung als Erbin eingesetzt werden?

Antwort:

Ja, eine Stiftung kann als Erbin eingesetzt werden. Generell bestehen die Möglichkeiten, eine Stiftung über eine Erbschaft zu errichten oder Vermögen an eine bestehende Stiftung zu vererben.

mehr lesen 0 Kommentare

Darf alles Stiftungsvermögen umgeschichtet werden?

Antwort:

Grundsätzlich besteht nur die Verpflichtung, das Grundstockvermögen der Höhe nach zu erhalten. Eine Umschichtung durch einen Verkauf oder einen Tausch von Stiftungsvermögen ist damit zulässig. Gleichwohl hat der Stifter die Möglichkeit, über Regelungen in der Stiftungssatzung auch eine Umschichtung bestimmter Vermögenswerte auszuschließen, wenn zum Beispiel ein bestimmtes Grundstück dauerhaft im Stiftungsvermögen verbleiben soll.

0 Kommentare

Beratungspraxis: Gibt es Punkte, für die angehende Stifter besonders zu sensibilisieren sind?

Antwort:

Aus Beratersicht sind angehende Stifter insbesondere dafür zu sensibilisieren, dass das Grundstockvermögen der Höhe nach erhalten bleiben muss und dass sämtliche Überweisungen von Geld durch die Stiftung oder an die Stiftung durch einen schriftlichen Vorstandsbeschluss (Nachweis gegenüber der Stiftungsbehörde) sowie einen schriftlichen Vertrag (Nachweis gegenüber dem Finanzamt) im Vorfeld jeder Überweisung geregelt werden sollten.

mehr lesen 0 Kommentare

Gibt es hinsichtlich der Betätigungsmöglichkeiten in den Stiftungsorganen Einschränkungen?

Antwort:

Im Regelfall ist eine Doppelfunktion im Stiftungsvorstand (Führungsgremium) und im Stiftungsbeirat (Aufsichtsgremium) unzulässig. Dieser Punkt ist gesetzlich nicht geregelt und unterliegt deshalb der Rechtsauffassung der zuständigen Stiftungsbehörde. Gleichwohl hat sich eine konsequente Trennung zwischen Führungs- und Aufsichtsgremium in unserer Beratungspraxis bewährt, um eine reine Selbstkontrolle der Führungsentscheidungen des Stiftungsvorstands zu vermeiden.

0 Kommentare

Schränkt eine Stiftung die freie unternehmerische Entfaltung ein?

Antwort:

Nein, der Stifter hat weiterhin die Möglichkeit, in den stiftungsverbundenen Unternehmen als Geschäftsführer zu fungieren. Auch kann er als Stiftungsvorstand die Steuerung des Stiftungsvermögens übernehmen.

0 Kommentare

Kann eine rechtsfähige Stiftung als „Betriebsgesellschaft“ im Rahmen einer Betriebsaufspaltung dienen?

Antwort:

Nein, bei der Betriebsgesellschaft muss es sich entweder um eine gewerblich tätige Personengesellschaft oder um eine Kapitalgesellschaft handeln.

0 Kommentare

Kann eine rechtsfähige Stiftung als „Besitzgesellschaft“ im Rahmen einer Betriebsaufspaltung dienen?

Antwort:

Ja, für die Besitzgesellschaft im Rahmen einer Betriebsgesellschaft kommen als Rechtsformen ein Einzelunternehmen einer natürlichen Person und Personengesellschaften auch juristische Personen, wie zum Beispiel eine rechtsfähige Stiftung in Frage. Bei den hinter der Besitz- und Betriebsgesellschaft stehenden Personen (oder der Person) handelt es sich dann um die Mitglieder des Stiftungsvorstands.

0 Kommentare

Braucht man für eine nicht-rechtsfähige Stiftung eine Mindestkapitalausstattung?

Antwort:

Nein, bei einer nicht-rechtsfähigen Stiftung (synonym „Treuhandstiftung“) handelt es sich nicht um eine Rechtsform, sondern um ein Vertragsverhältnis in Form eines Treuhandvertrags. Dieses Vertragsverhältnis unterliegt nicht der Aufsicht durch die Stiftungsbehörde. Deshalb kann der Treugeber (hier vergleichbar mit dem Stifter einer Stiftung) an den Treunehmer Vermögenswerte in beliebiger Höhe übertragen. Treunehmer kann zum Beispiel eine bereits bestehende rechtsfähige Stiftung sein.

0 Kommentare

Umsatzsteuerliche Organschaft: Welche stiftungsverbundenen Unternehmen können Organgesellschaften sein?

Antwort:

Fungiert eine Stiftung als Organträgerin, kommen neben Kapitalgesellschaften auch Personengesellschaften als Organgesellschaften in Frage. Typischer Fall einer umsatzsteuerlichen Organschaft unter Beteiligung von Personengesellschaften ist eine GmbH & Co. KG, bei der die Stiftung sämtliche Anteile der Komplementär-GmbH und der KG hält, ein Grundstück an die KG vermietet und bei der die Geschäftsführung der GmbH und der Vorstand der Stiftung von denselben Personen wahrgenommen wird.

2 Kommentare

Was sind die Vorteile der „Erbersatzsteuer“ von Familienstiftungen gegenüber der Erbschaftsteuer?

Antwort:

Das Vermögen einer Familienstiftung unterliegt im festen Turnus von 30 Jahren der sogenannten Erbersatzsteuer. Bei der Berechnung wird geprüft, ob die Verschonungsregelungen für Betriebsvermögen nach den §§ 13a bis 13c und 28a ErbStG anwendbar sind.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist der Steuerabzug nach § 50a des Einkommensteuergesetzes?

Antwort:

Leistet eine deutsche rechtsfähige Stiftung Zahlungen an Zahlungsempfänger im Ausland, hat sie in besonderen Fällen nach § 50a des Einkommensteuergesetzes (EStG) eine Quellensteuer einzubehalten. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Vergütungen an ein Mitglied des Aufsichtsgremiums ohne Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland handeln. Auch bei Zahlungen von Lizenzgebühren an einen Zahlungsempfänger ohne Geschäftsleitung und Sitz in Deutschland hat die deutsche Stiftung eine Quellensteuer einzubehalten.

0 Kommentare

Was ist der „erweiterte Spendenabzug“ bei gemeinnützigen Stiftungen?

Antwort:

Im Normalfall ist ein Spendenabzug von der Einkommensteuer (Sonderausgaben) nur bis zu einem Höchstbetrag von 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte möglich. Bei Vorliegen eines Betriebs sind als zweite Grenze 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter zu beachten.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann eine Stiftung an die Börse gehen?

Antwort:

Ein Börsengang ist in Deutschland nur in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG), Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder einer Europäischen Aktiengesellschaft (Societas Europaea, kurz „SE“) möglich. Die Stiftung kann jedoch als Holding einer dieser Rechtsformen dienen. Der Börsengang kann dann mit einem stiftungsverbundenen Unternehmen vollzogen werden.

0 Kommentare

Kann man alternativ zu einer deutschen Stiftung auch eine Stiftung im Ausland errichten?

Antwort:

Die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Stiftungserrichtung im Ausland hängen von den nationalen gesetzlichen Regelungen des Sitzstaates ab.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann eine Stiftung Arbeitnehmer beschäftigen?

Antwort:

Ja. Arbeitgeber können neben Menschen und Personengesellschaften auch juristische Personen sein, zu denen die rechtsfähige Stiftung im Sinne der §§ 80 bis 89 BGB gehört.

0 Kommentare

Was ist mit der Aussage gemeint „Das Finanzamt hat der Stiftung die Gemeinnützigkeit aberkannt“?

Antwort:

Von einem Verlust oder einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit einer Stiftung spricht man in der Regel, wenn die Finanzverwaltung nach einer Prüfung der Körperschaftsteuererklärung oder der Satzung zu dem Ergebnis kommt, dass die Voraussetzungen für eine Freistellung von der Besteuerung nicht vorliegen.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann eine Stiftung als „Kreditinstitut“ der Aufsicht durch die BaFin unterliegen?

Antwort:

Jedes Unternehmen kann ein Kreditinstitut sein, wenn es gewerbsmäßig Bankgeschäfte betreibt oder der Umfang der Bankgeschäfte einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Auf eine bestimmte Rechtsform kommt es nicht an, auch Stiftungen können damit die Voraussetzungen eines Kreditinstituts erfüllen.

mehr lesen 0 Kommentare

Wie ist der Slogan „Mit der Stiftung an die Börse“ zu verstehen?

Antwort:

Unter den Rechtsformen des deutschen Gesellschaftsrechts ist ein Börsengang mit einer Aktiengesellschaft (AG) oder eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) möglich. Der Börsengang kann mit der Rechtsform einer Stiftung kombiniert werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Welche Unternehmen haben sich für die Rechtsform einer Stiftung & Co. KG entschieden?

Antwort:

Prominente Vertreter der Stiftung & Co. KG sind zum Beispiel die Lidl-Stiftung & Co. KG, die Kaufland-Stiftung & Co. KG, die Diehl Stiftung & Co. KG, die Vorwerk Stiftung & Co. KG und die hinter den berühmten Playmobil Figuren stehende Geobra Brandstätter Stiftung & Co. KG.

0 Kommentare

Was ist eine Stiftung & Co. KG?

Antwort:

Eine Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft mit zwei verschiedenen Arten von Gesellschaftern. Der Komplementär ist persönlich haftender Gesellschafter und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Die Kommanditisten sind an dem Kommanditkapital der Gesellschaft beteiligt und haften nicht für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft, sie leisten lediglich eine Einlage.

mehr lesen 0 Kommentare

Welche Unternehmen haben sich für die Rechtsform einer Stiftung & Co. KGaA entschieden?

Antwort:

Ein prominenter Vertreter der Rechtsform Stiftung & Co. KGaA ist der Fotodienstleister CEWE. Das Unternehmen ist seit 1993 an der Börse gelistet (SDAX) und wird von der Neumüller CEWE COLOR Stiftung in der Funktion als Komplementärin geführt. 

0 Kommentare

Was ist eine Stiftung & Co. KGaA?

Antwort:

Eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist eine Kapitalgesellschaft, die wie eine Aktiengesellschaft an die Börse gehen kann. Im Unterschied zur Aktiengesellschaft hat die KGaA einen persönlich haftenden Komplementär, der die Führungsentscheidungen des Unternehmens trifft.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann man Stiftungen miteinander verschmelzen?

Antwort:

Eine Verschmelzung nach dem Umwandlungsgesetz (UmwG) bzw. Umwandlungssteuergesetz (UmwStG) von Stiftungen ist - anders als zum Beispiel bei Personen- oder Kapitalgesellschaften - nicht möglich.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist die „Rechtsfähigkeit“ einer Stiftung?

Antwort:

Die Rechtsfähigkeit einer Stiftung bezeichnet ihre Befähigung, Inhaberin von Rechten und Pflichten zu sein. Zum Beispiel kann eine rechtsfähige Stiftung (wie zum Beispiel auch ein Mensch oder eine Kapitalgesellschaft) Eigentümerin von Vermögen sein oder in eigenem Namen Verträge abschließen. Ihre Rechtsfähigkeit erlangt eine Stiftung durch ihre Anerkennung durch die Stiftungsbehörde.

0 Kommentare

Welche Ausgestaltungsmöglichkeiten gibt es für die Gesellschaftsanteile von stiftungsverbundenen GmbHs?

Antwort:

Im Gesellschaftsvertrag einer GmbH können individuelle Regelungen darüber getroffen werden, wie hoch das Gewinnbezugsrecht und der Stimmanteil der einzelnen Anteile ausfallen sollen. Es ist lediglich erforderlich, dass die Gesellschafterversammlung mehrheitsfähig bleibt.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist der Bundesverband Deutscher Stiftungen?

Antwort:

Bei dem im Jahr 1948 gegründeten Bundesverband Deutscher Stiftungen (kurz BVDS) handelt es sich um den Interessenverband der Stiftungen mit Sitz in Deutschland - www.stiftungen.org. Nach eigenen Angaben beträgt die Anzahl der Mitglieder derzeit 4.400.

0 Kommentare

Kann eine gemeinnützige Stiftung einzelne Personen begünstigen?

Antwort:

Eine Begünstigung einzelner Personen oder auch einzelner Familien ist bei gemeinnützigen Stiftungen ausgeschlossen. Stattdessen muss sie Zwecke erfüllen, welche der Allgemeinheit, also einem nicht abgeschlossenen Personenkreis, zugutekommen.

0 Kommentare

Wie finanziert sich eine Stiftung im Anschluss an ihre Anerkennung?

Antwort:

Unmittelbar im Anschluss an die Anerkennung einer Stiftung ergibt sich regelmäßig die Schwierigkeit, dass die Stiftung noch nicht über laufende Erträge verfügt.

mehr lesen 0 Kommentare

Was heißt „Thesaurierung“ bzw. „thesaurieren“?

Antwort:

Hinsichtlich der Verwendung von Erträgen einer Stiftung unterscheidet man zwischen folgenden Verwendungsmöglichkeiten:

  • Die Gewinne können entweder auf Ebene der Stiftung verbleiben, dann spricht man von einer Thesaurierung,
  • oder alternativ an Begünstigte ausgeschüttet
  • oder über eine Kapitalerhöhung in stiftungsverbundene Unternehmen eingebracht werden.
0 Kommentare

Was ist das „Stiftungsgesetz“?

Antwort:

Unter den Literaturbegriff Stiftungsgesetz fallen die §§ 80 bis 89 BGB und die Stiftungsgesetze der einzelnen Bundesländer. Die Anwendung des jeweiligen Landesstiftungsgesetzes richtet sich nach dem Ort des Sitzes laut Stiftungsgeschäft.

0 Kommentare

Was ist die „Spekulationsfrist" bei privaten Veräußerungsgeschäften?

Antwort:

Nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) bleibt der Verkauf bestimmter Vermögenswerte steuerfrei. Voraussetzung ist, dass eine bestimmte Frist zwischen Anschaffung und Weiterverkauf abgelaufen ist. Hierbei handelt es sich zum Beispiel bei Mietwohngrundstücken im Privatvermögen um zehn Jahre. 

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine „selbstständige Stiftung“?

Antwort:

Unter einer selbstständigen Stiftung versteht man eine rechtsfähige Stiftung im Sinne der §§ 80 bis 89 BGB. Ihre Rechtsfähigkeit und damit ihren Status als juristische Person erlangt die Stiftung mit Anerkennung durch die Stiftungsbehörde. Im Unterschied dazu ist eine unselbstständige Stiftung keine juristische Person und auch keine Rechtsform im eigentlichen Sinne. Stattdessen handelt es sich um ein Vermögen, das von einem Treuhänder auf Basis eines Treuhandvertrags verwaltet wird.

0 Kommentare

Was ist mit der Aussage gemeint „Die Stiftung ist eine juristische Person“?

Antwort:

Neben Menschen (natürlichen Personen) können auch andere Organisationen im Rechtsverkehr uneingeschränkt Träger von Rechten und Pflichten sein. Das Bürgerliche Gesetzbuch spricht in diesem Fall von juristischen Personen. Hierzu zählen zum Beispiel Stiftungen und Kapitalgesellschaften. Als juristische Person ist eine Stiftung zum Beispiel Eigentümerin ihres Vermögens (also nicht der Stifter) und kann Kaufverträge und Darlehensverträge abschließen.

0 Kommentare

Was ist mit der Aussage gemeint „Eine Stiftung fungiert als Holding“?

Antwort:

Eine Holding ist bezeichnet eine Organisation, deren Geschäftsgegenstand darin besteht, Anteile an anderen Personen- oder Kapitalgesellschaften zu halten (Finanzholding) und ggf. zusätzlich Managementleistungen (Führungsholding) zu erbringen.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist ein „Stiftungsbeirat“?

Antwort:

Stiftungsbeirat ist eine mögliche Bezeichnung für das Organ zur Kontrolle und Überwachung der Erfüllung des Stiftungszwecks durch den Stiftungsvorstand.

Die Einrichtung eines Kontrollorgans ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.

mehr lesen 0 Kommentare

Was ist eine „Stiftungs-Aktiengesellschaft“?

Antwort:

Ähnlich wie die Begriffe Stiftungs-Kapitalgesellschaft, Stiftungs-Körperschaft, Stiftungs-Verein oder Stiftungs-GmbH handelt es sich bei der Stiftungs-Aktiengesellschaft um einen reinen Literaturbegriff. Gemeint ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft (kurz gAG), die gemäß ihrer Satzung steuerbegünstigte Zwecke im Sinne der Abgabenordnung (§§ 51 bis 68 AO) erfüllt. Im Regelfall besteht kein Bezug zu der Rechtsform der Stiftung. Stattdessen wird der Begriff Stiftung einfach als Teil des Namens verwendet.

0 Kommentare

Welche Unterlagen bekommt man nach der Anerkennung einer Familienstiftung von der Stiftungsbehörde?

Antwort:

Ist das Anerkennungsverfahren bei der Stiftungsbehörde erfolgreich abgeschlossen, erhält die Stiftung eine Stiftungsurkunde. Hierin ist neben dem Datum der Anerkennung auch das Aktenzeichen bei der Behörde vermerkt, das zum Beispiel in den Jahresabrechnungen der Stiftung anzugeben ist. Außerdem stellt die Stiftungsbehörde eine Vertretungsbescheinigung aus, mit der sich die Mitglieder des Stiftungsvorstands als rechtliche Vertreter legitimieren.

0 Kommentare

Welche Rolle spielen Stiftungen im Zusammenhang mit Transaktionen/M&A-Prozessen?

Antwort:

Da der Verkauf einer operativen Kapitalgesellschaft durch eine als Holding fungierende juristische Person (Kapitalgesellschaft oder eben auch Stiftung) nur eine effektive Körperschaftsteuerbelastung von 0,75% verursacht, können Stiftungen auf der Veräußererseite zu einer weitgehenden Vermeidung ertragsteuerbedingter Transaktionskosten führen. Aus diesem Grund kann eine Stiftungsstruktur im Hinblick auf anstehende Unternehmens- bzw. Anteilsverkäufe wirtschaftliche Vorteile generieren.

0 Kommentare

Gibt es ein Beispiel dafür, dass die Erfüllung des Stifterwillens über dessen Leben hinaus wirklich funktioniert?

Antwort:

Ein prominentes Beispiel dafür, dass die Rechtsform der Stiftung auch eine die Jahrhunderte überdauernde Umsetzung des Stifterwillens gewährleisten kann, ist die Fuggerei in Augsburg. Bei dieser Reihenhaussiedlung handelt es sich weltweit um die älteste bestehende Sozialwohnungssiedlung, die Jakob Fugger bereits im Jahr 1521 gestiftet hatte. Jakob Fugger hatte die Wohnungen für bedürftige katholische Augsburger Bürger vorgesehen.

0 Kommentare

Was ist mit der Aussage „Die Stiftung gehört sich selbst“ gemeint?

Antwort:

Die Aussage „Die Stiftung gehört sich selbst“ führt vor Augen, dass eine Stiftung – vergleichbar mit einem Menschen – keine Eigentümer, Gesellschafter oder Anteilseigner hat.

Es handelt sich also um ein vollständig verselbstständigtes Zweckvermögen, aus dessen Erträgen der von dem Stifter in der Stiftungssatzung festgelegte Stiftungszweck verwirklicht wird.

0 Kommentare

Wer ist für die Stiftungsaufsicht verantwortlich?

Antwort:

Je nach Stiftungsgesetz des Bundeslandes, in dem die Stiftung ihren Sitz hat, obliegt die Stiftungsaufsicht einer bestimmten Behörde. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Senatsverwaltung für Justiz (Berlin), das Regierungspräsidium (Hessen) oder die Bezirksregierungen (Nordrhein-Westfalen).

0 Kommentare

Was ist damit gemeint, dass eine Stiftung „rechtsfähig“ ist?

Antwort:

"Rechtsfähigkeit" bedeutet, dass eine Stiftung – wie zum Beispiel auch volljährige Menschen oder Kapitalgesellschaften – im Rechtsverkehr in eigenem Namen agieren können. Als rechtsfähige juristische Person kann die Stiftung zum Beispiel Kauf-, Darlehens- oder Mietverträge abschließen. Weiterhin ist die Stiftung selbst Eigentümerin des Stiftungsvermögens und der laufenden Erträge, nicht mehr der Stifter. Ihre Rechtsfähigkeit erlangt die Stiftung mit ihrer behördlichen Anerkennung.

0 Kommentare

Was ist eine „privatnützige Stiftung“?

Antwort:

Der Zweck einer "privatnützigen Stiftung" besteht darin, einen abgeschlossenen Kreis an Personen oder Unternehmen zu fördern. Hierin unterscheiden sie sich von gemeinnützigen Stiftungen, deren Zweck der Allgemeinheit zu Gute kommen muss. Typische Ausprägungsform der privatnützigen Stiftung ist die Familienstiftung.

0 Kommentare

Was ist eine "Förderstiftung"?

Antwort:

"Förderstiftung" ist ein Literaturbegriff für gemeinnützige Stiftungen, die in der Regel Projekte in den Bereichen Kultur, Sport oder Umweltschutz fördern. Um die laufenden Zuwendungen der Stiftung können sich Dritte bewerben.

0 Kommentare

Wie lässt sich Geld aus der Familienstiftung entnehmen?

Antwort:

Das Geld einer Familienstiftung kann in Form von laufenden Zuwendungen an die Begünstigten übertragen werden. Als weitere Wege stehen laufende Gehaltszahlungen, Darlehen oder die Zahlung von Kaufpreisen zur Verfügung.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann eine Stiftung gepfändet werden?

Antwort:

Nein. Eine Stiftung hat keine Gesellschafter, Anteilseigner oder Mitglieder. Deshalb ist das Stiftungsvermögen dem Privatvermögen der Stifterfamilie entzogen und kann nicht gepfändet werden.

0 Kommentare

Gewerbesteuer stiftungsverbundener Kapitalgesellschaften: Was ist die „erweiterte Kürzung“ für Grundstücke?

Antwort:

Im Zivilrecht werden Kapitalgesellschaften automatisch aufgrund ihrer Rechtsform als Kaufleute im Sinne des HGB angesehen. Steuerrechtlich sind ihre sämtlichen Einkünfte gewerblich und unterliegen der Körperschaft- und Gewerbesteuer. Ob die inhaltliche Betätigung der Gesellschaft in einem Gewerbebetrieb oder reiner Vermögensverwaltung besteht, ist nicht maßgebend.

mehr lesen 0 Kommentare

In welche Anlageklassen darf eine Familienstiftung investieren?

Antwort:

Grundsätzlich können Familienstiftungen in alle gängigen Anlageklassen investieren, wie typischerweise Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Anleihen, Edelmetalle, land- und forstwirtschaftliches Vermögen oder auch Kunstgegenstände und Musikinstrumente.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann eine Familienstiftung Verluste aus dem Verkauf von Vermögen steuerlich nutzen?

Antwort:

Steuerrechtlich hängt die Nutzung eines Verlusts beim Verkauf von Stiftungsvermögen davon ab, um welche Anlageklasse es sich handelt. Bei der Veräußerung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft werden Verluste dem zu versteuernden Einkommen der Familienstiftung wieder hinzugerechnet.

mehr lesen 0 Kommentare

Welche Punkte sind allgemein beim Verkauf von Stiftungsvermögen zu beachten?

Antwort:

Beim Verkauf von Vermögen ist zunächst entscheidend, ob es sich um Grundstockvermögen der Familienstiftung handelt. Das Grundstockvermögen wird in dem Stiftungsgeschäft bzw. der Satzung festgelegt und darf in seinem Wert nicht geschmälert werden. Hieraus folgt, dass ein verlustbringender Verkauf dazu führt, dass das Grundstockvermögen auf den zu erhaltenden Wert aufzustocken ist. Steuerrechtlich ist zu beachten, dass ein Verkauf die Festlegung des Verkaufspreises in Höhe des Verkehrswerts voraussetzt.

0 Kommentare

Darf eine Familienstiftung mit Wertpapieren handeln?

Antwort:

Familienstiftungen sind ausschließlich zum Erhalt des Vermögens verpflichtet, dass der Stifter in dem Stiftungsgeschäft bzw. der Satzung als zu erhaltendes Grundstockvermögen festlegt. Sind die Wertpapiere Teil des Grundstockvermögens, muss der Verkaufspreis zumindest in Höhe des laut Stiftungsgeschäft zu erhaltenden Werts festgelegt werden.

mehr lesen 0 Kommentare

Kann man einer Familienstiftung – wie einer Bank – einen Freistellungsauftrag erteilen?

Antwort:

Das Einkommensteuergesetz sieht in seiner derzeitigen Fassung keine Möglichkeit vor, einer Familienstiftung einen Freistellungsauftrag zu erteilen oder für den Empfänger der Zuwendung eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung zu beantragen.

mehr lesen 0 Kommentare

Zuwendungen einer Familienstiftung an ihre Begünstigten: Gibt es gegenüber Behörden bestimmte Meldepflichten?

Antwort:

Zahlt eine Familienstiftung einem begünstigten Mitglied der Stifterfamilie eine Zuwendung aus, ist bei dem für die Besteuerung der Stiftung zuständigen Finanzamt die Kapitalertragsteuer (25%) anzumelden und abzuführen. Bei den meisten Stiftungsbehörden der Länder ist außerdem nach Ablauf des Kalenderjahres eine Jahresabrechnung und ein Tätigkeitsbericht des Stiftungsvorstand einzureichen. Hierin sind die Empfänger und die Höhe der Zuwendungen anzugeben.

0 Kommentare

Welche Zahlungen einer Familienstiftung an ihre Begünstigten unterliegen genau der Abgeltungsteuer?

Antwort:

Der Einbehalt von Kapitalertragsteuer ist für Zuwendungen einer inländischen Familienstiftung an ihre Begünstigten vorgeschrieben. Die finanzielle Förderung und Unterstützung der begünstigten Mitglieder der Stifterfamilie ist als Stiftungszweck in der Satzung geregelt.

mehr lesen 0 Kommentare