StiftungsTipP des Tages

Was ist eine Vermögensumschichtung?

Antwort:

Als eine Umschichtung des Vermögens bezeichnet man Veränderungen in der Zusammensetzung des Grundstocks. Letztlich ist eine Umschichtung folglich eine Änderung der Anlageform. Derartige Änderungen können erforderlich sein, um vereinzelte Vermögensanlagen, die im Lauf der Zeit ertragsschwach geworden sind, gegen ertragreiche Vermögensanlagen „einzutauschen“. Ein weiteres Motiv für eine solche Vermögensumschichtung kann eine Verminderung des Anlagerisikos sein, wenn beispielsweise die Familienstiftung ein Aktiendepot veräußert, um eine Immobilie zu erwerben und zu vermieten.    

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Wie werden die Zuwendungen einer Familienstiftung an die Begünstigten besteuert?

Antwort:

Die Besteuerung der Zuwendungen einer Familienstiftung an ihre Begünstigten ist weitgehend vergleichbar mit der Besteuerung von Gewinnausschüttungen einer Kapitalgesellschaft an ihre Gesellschafter.

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Wie werden die Beteiligungserträge besteuert, wenn eine Familienstiftung Gesellschafterin einer gewerblichen Personengesellschaft ist?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung Mitunternehmerin einer gewerblichen Personengesellschaft, unterliegt sie mit ihrem Gewinnanteil der Körperschaftsteuer. Der Steuersatz beträgt 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag.    

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Wie werden die Erträge besteuert, wenn eine Familienstiftung Immobilien vermietet?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung selbst Eigentümerin einer Immobilie (also nicht Gesellschafterin einer grundbesitzenden Personengesellschaft), erzielt sie durch die Vermietung Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. 

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Wie werden Beteiligungserträge besteuert, wenn eine Familienstiftung an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist?

Antwort:

Ist eine Familienstiftung zu mindestens 10% unmittelbar an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, werden die Beteiligungserträge nur zu 5% in das zu versteuernde Einkommen der Familienstiftung einbezogen.    

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Welchen Steuerarten unterliegt eine Familienstiftung?

Antwort:

Körperschaftsteuer: Jede Familienstiftung unterliegt, wie zum Beispiel auch eine GmbH oder eine AG, der Körperschaftsteuer.    

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Drohen Risiken, wenn die Stiftungsverfassung geändert wird und weitere Familienmitglieder nachträglich als Begünstigte festgelegt werden?

Antwort:

Die Finanzverwaltung wertet die Änderung des Stiftungscharakters einer Familienstiftung dahingehend, dass die Familienstiftung aufgelöst und anschließend eine neue Stiftung errichtet wird.    

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Kostet die Errichtung einer Stiftung Gebühren?

Antwort:

Hinsichtlich der anfallenden Gebühren ist zu unterscheiden zwischen der Anerkennung der Stiftung durch die zuständige Landesbehörde und die anschließend durchzuführende Vermögensübertragung an die Stiftung.    

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Gibt es einen Richtwert für die durchschnittlichen Verwaltungskosten einer Stiftung?

Antwort:

Wie bei jeder anderen Rechtsform hängt die Höhe der Verwaltungskosten einer Stiftung von der Art und Komplexität ihres Vermögens, ihrer Personalausstattung und anderen einzelfallabhängigen Faktoren ab.

Somit besteht diesbezüglich kein repräsentativer Durchschnittswert.

Kann man Vermögen vor einer Insolvenz schützen, indem man es an eine Stiftung überträgt?

Antwort:

Hier ist zu unterscheiden zwischen einer Privatinsolvenz des Stifters und einer Insolvenz der Stiftung.

Ein Insolvenzverfahren kann über das Vermögen jeder natürlichen und juristischen Person eröffnet werden, also auch über das Vermögen einer Stiftung (§ 11 Absatz 1 Satz 1 InsO). Eine Durchgriffshaftung, nach der auch der Stifter und/oder die Begünstigten für die Verbindlichkeiten der Stiftung in Anspruch genommen werden können, kommt nicht in Betracht.

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Wie kann und wird die Kontrolle und Aufsicht durch die Stiftungsaufsicht ausgeübt?

Antwort:

Inhaltlich umfasst die Stiftungsaufsicht die Anerkennung der Stiftung, die allgemeine Aufsicht über die Stiftungs-verwaltung, die Mitwirkung bei bestimmten Rechts-geschäften und Satzungsänderungen, die Wirtschafts- und Finanzaufsicht und die Rechnungskontrolle.

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Begriffe: Was sind die „Stiftungsverfassung“, die „Stiftungssatzung“ und das „Stiftungsgeschäft“?

Antwort:

Die gesamte Stiftungsverfassung besteht aus dem Stiftungsgeschäft und der Stiftungssatzung.    

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Wie verläuft die Anerkennung einer Stiftung?

Antwort:

Damit eine gemeinnützige Stiftung oder eine Familienstiftung als rechtsfähige Stiftung anerkannt wird, bedarf es der behördlichen Mitwirkung. In welchem Umfang ein behördliches Verfahren erforderlich ist, richtet sich nach der Art der Stiftung:    

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Was unterscheidet eine Stiftung von einer Gesellschaft (OHG, KG, GmbH, AG etc.)?

Antwort:

Der durch den Stifter in der ursprünglichen Stiftungsverfassung geäußerte Wille wirkt über die Phase der Stiftungserrichtung fort. Weiterhin ist der Stifter in nahezu jedweder Hinsicht frei bei der Ausgestaltung der Stiftungsverfassung. Einschränkende Regelungen, wie sie hingegen die entsprechenden Gesetze – beispielsweise das BGB, GmbHG oder AktG – für die verschiedenen Gesellschaftsformen vorsehen, existieren für Stiftungen nahezu nicht.    

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Wer kann Begünstigter einer Stiftung sein?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch (§§ 80 bis 88 BGB) und die Landesstiftungsgesetze enthalten keine Einschränkungen, nach denen es bestimmten Rechtsträgern nicht möglich sein kann, Begünstigter einer Stiftung zu sein. Neben natürlichen können damit auch juristische Personen Begünstigte einer Stiftung sein. Soll eine Stiftung als Familienstiftung anerkannt werden, sind nach den Landesstiftungsgesetzen folgende Vorgaben zu erfüllen: 

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Wer errichtet eine Stiftung und welchen Einfluss hat diese Person?

Antwort:

Errichtet wird eine Stiftung von dem sogenannten Stifter. Der Stifter verpflichtet sich in der Stiftungsverfassung zur unentgeltlichen Übertragung bestimmter Vermögenswerte und gibt einen zu verwirklichenden Stiftungszweck vor. Als Stifter kommen neben natürlichen auch juristische Personen in Betracht. Auch Vereine und Unternehmen können folglich Stiftungen privaten Rechts errichten. 

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Was ist eine Zustiftung?

Antwort:

Zustiftungen sind unentgeltliche Vermögensüber-tragungen an eine Stiftung, zu deren Übertragung sich der Stifter im Stiftungsgeschäft nicht verpflichtet hat.  

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Wie viel Vermögen braucht man, um eine Stiftung zu errichten?

Antwort:

Für Stiftungen gibt es keine gesetzlichen Regelungen über eine Mindestvermögensausstattung, die mit den Vorschriften die Mindestkapitalausstattung einer GmbH oder einer AG vergleichbar wären.

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Kann man die Stiftungssatzung noch ändern?

Antwort:

Der Stifter bestimmt die Möglichkeiten der Änderung der Stiftungssatzung in der ersten Satzung. Die erste Satzung enthält die Spielregeln für die Zukunft.

 

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Zu welchem Zeitpunkt sollte man am besten eine Stiftung errichten?

Antwort:

Auch wenn es den "richtigen Zeitpunkt“ zur Errichtung einer Stiftung nicht gibt, zeigt unsere Beratungspraxis regelmäßig, dass ein Stiftungsprojekt in einem frühen oder mittleren Lebensabschnitt die besten Erfolgsaussichten verspricht. Die Stiftung kann dann in einem dynamischen Prozess entwickelt werden.    

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Was ist eine nicht rechtsfähige Stiftung?

Antwort:

Eine nicht rechtsfähige Stiftung, die synonym auch als „unselbstständige“ oder „fiduziarische Stiftung“ bezeichnet wird, bezeichnet die Übertragung von Vermögen an eine juristische oder natürliche Person, die dieses Vermögen dauerhaft zur Verwirklichung des vom Stifter bestimmten Zwecks verwenden soll. Es handelt sich also um keine juristische Person, die selbst Trägerin von Rechten und Pflichten sein kann. Deshalb benötigt jede unselbstständige Stiftung einen Stiftungsträger (= Treuhänder), um handeln zu können.

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Welche Rechnungslegungsvorschriften gelten für eine Stiftung?

Antwort:

Die Frage kann auch gerne erweitert werden: Wie sieht es aus mit Buchführung, Jahresabschluss und Steuerbilanz?

 

Eine rechtsfähige Stiftung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches erfüllt nicht kraft ihrer Rechtsform die Kaufmannseigenschaft des § 6 HGB. Sie kann lediglich die Kaufmannseigenschaft erfüllen, wenn die selbst ein Handelsgewerbe betreibt (§ 1 HGB).

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Welche Organe hat eine Familienstiftung?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt lediglich die Einrichtung eines Vorstands als Führungsgremium verbindlich vor. Bei Familienstiftungen kommen typischerweise der Stifter selbst und ausgewählte Familienmitglieder für eine Vorstandstätigkeit in Frage. Ergänzend können vertraute Dritte aufgenommen werden. 

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Welches Vermögen kann bzw. sollte an eine Stiftung übertragen werden?

Antwort:

Eine Stiftung muss (zumindest auch) stets mit Ertragsquellen ausgestattet werden, da der Stiftungszweck aus diesen laufenden Erträgen zu finanzieren ist.

 

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Was ist eine Verbrauchsstiftung?

Antwort:

Eine Stiftung besteht grundsätzlich so lange fort, bis ihr Zweck entweder erfüllt ist oder nicht mehr erfüllt werden kann.

 

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Unternehmerkompositionen: Sind Stiftungen immer gemeinnützig?

Antwort:

In Abhängigkeit von dem verfolgten Stiftungszweck ist zwischen privatnützigen Stiftungen und gemeinnützigen Stiftungen zu unterscheiden:  

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Unternehmerkompositionen: Was ist eine Stiftung?

Antwort:

Das Bürgerliche Gesetzbuch und die Stiftungsgesetze der Länder enthalten keine gesetzliche Definition des Begriffs „Stiftung“.

 

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